Wiederaufnahme nach rechtskräftiger Verurteilung

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Rechtskräftige Verurteilung aufgehoben - Verfahren eingestellt

Trotz rechtskräftiger Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe durch das Amtsgericht Fürth und anschließend das Landgericht Nürnberg-Fürth konnte eine erfolgreiche Wiederaufnahme beim Landgericht Regensburg erreicht werden. Grund: Die Hauptbelastungszeugin widerrief ihre Aussage.

 

Das Landgericht Regensburg entschied in dem Verfahren 1 Ns 127 Js 27875/2008 WA, dass das eigentlich abgeschlossene Verfahren wieder aufzunehmen war. Denn die Hauptbelastungszeugin, die mittlerweile mit dem Angeklagten verheiratet war, hatte sich bei der Polizei selbst angezeigt und gesagt, dass sie im ursprünglichen Verfahren gelogen hatte. Das stelle nach Auffassung des Landgerichts Regensburgs eine so gravierend neue Beweislage dar, dass neu verhandelt werden müsse. Denn man könne nicht einfach nach Aktenlage sagen, welche Aussage stimmt: die erste oder die zweite.

 

Nachdem die Anzeigeerstatterin später ihre Strafanzeige zurück nahm und ein sogenanntes Antragsdelikt vorlag, wurde das Verfahren von Amts wegen eingestellt. Rechtsanwalt Albert: "Sicher ein ganz seltener, aber interessanter Ausnahmefall".

 

Zuletzt geändert am: 18.2.2010 um 18:31

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